Metallurgie und Wärmebehandlung

Am Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe (LMW) werden im Bereich „Metallurgie und Wärmebehandlung“ technisch relevante Probleme gelöst, neue Legierungs- und Wärmebehandlungskonzepte entwickelt und industriell umgesetzt. Unser Verständnis über die wirkenden Mechanismen ist oftmals der Schlüssel zur Ableitung zielgerichteter Untersuchungen und innovativer Lösungen. In Verbindung mit den am IWF vorhandenen Möglichkeiten (Metallographie, Analytik, mechanische und zerstörungsfreie Prüfverfahren sowie Korrosion) werden verschiedene grundlagen- und anwendungsorientierte Forschungsprojekte durchgeführt.

Die Eigenschaften von allen metallischen Werkstoffen werden von ihrer chemischen Zusammensetzung und dem Gefüge bestimmt. Beides wird durch „Metallurgie und Wärmebehandlung“ sehr stark beeinflusst, woraus sich verschiedene Forschungs- und Tätigkeitsfelder ergeben, in denen wir Legierungs-Gefüge-Eigenschaftszusammenhänge gezielt untersuchen. Im Bereich „Metallurgie“ werden thermodynamische Berechnungen durchgeführt, Legierungen mit definierter Zusammensetzung im Labormaßstab hergestellt und umfassend werkstofftechnisch charakterisiert, um den Einfluss von Legierungs- und Begleitelementen zu untersuchen. Durch „Wärmebehandlung“ kann das Gefüge von metallischen Werkstoffen in einem sehr weiten Bereich variiert werden, um deren Eigenschaften zu beeinflussen und Vorteile bei Verarbeitung oder Einsatz zu erzielen. Auch diese Gefügeveränderungen begleiten wir durch temperaturabhängige thermodynamische und kinetische Berechnungen sowie Wärmebehandlungssimulationen. Die experimentelle Herstellung verschiedenster Wärmebehandlungszustände und deren umfassende werkstofftechnische Charakterisierung ergänzen diesen theoretischen Ansatz und erlauben uns eine umfassende Betrachtung von Wärmebehandlungsprozessen.

Letzte Änderung: 26.11.2019 - Ansprechpartner: Dr.-Ing. Paul Rosemann